Die Digitalisierung des Einkaufs ist in vielen Unternehmen längst gestartet. eProcurement-Systeme werden eingeführt, Prozesse automatisiert und Daten zentral verfügbar gemacht. Dennoch bleibt der erhoffte Mehrwert häufig hinter den Erwartungen zurück.

Nicht, weil die Technologie nicht leistungsfähig genug wäre – sondern weil Digitalisierung zu oft als reines IT-Projekt verstanden wird.

Digitalisierung ist kein Selbstzweck

Moderne Lösungen im Einkauf bieten heute umfangreiche Funktionen: von der Automatisierung operativer Prozesse über integrierte Genehmigungsworkflows bis hin zu datenbasierter Steuerung. Doch Technologie allein verbessert keine Abläufe.

Sie bildet Prozesse ab.
Sie ersetzt sie nicht.

Wenn ineffiziente oder uneinheitliche Prozesse digitalisiert werden, entstehen zwar neue Oberflächen – aber keine nachhaltige Verbesserung. Im Gegenteil: Schwächen werden schneller sichtbar und verstärken sich häufig.

Der häufigste Fehler: Tools vor Zielbild

In der Praxis sehen wir immer wieder, dass Systementscheidungen getroffen werden, bevor ein klares Zielbild für den Einkauf existiert.

Zentrale Fragen bleiben dabei unbeantwortet:
– Welche Rolle soll der Einkauf künftig im Unternehmen einnehmen?
– Welche Prozesse sollen standardisiert, welche bewusst flexibel bleiben?
– Wo soll Transparenz entstehen und wo Steuerung greifen?

Ohne diese Klarheit fehlt der rote Faden für jede Systemeinführung.

Prozessklarheit als Fundament

Nachhaltige Digitalisierung beginnt nicht im System, sondern im Prozessdesign. Erst wenn Abläufe klar definiert, Verantwortlichkeiten sauber geregelt und Schnittstellen verstanden sind, kann eine digitale Lösung ihre Wirkung entfalten.

Erfolgreiche Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass Prozesse vor der technischen Umsetzung gemeinsam erarbeitet werden – fachlich, realistisch und nah am operativen Alltag.

Das schafft nicht nur Effizienz, sondern auch Akzeptanz.

Organisation und Change nicht unterschätzen

Digitale Transformation verändert Arbeitsweisen, Rollen und Entscheidungslogiken im Einkauf. Diese Veränderungen wirken sich auf Fachbereiche, Führungskräfte und operative Teams aus.

Wird dieser Aspekt nicht aktiv begleitet, entstehen Widerstände – unabhängig davon, wie gut das System technisch umgesetzt ist.

Erfolgreiche Digitalisierungsprojekte binden die relevanten Stakeholder frühzeitig ein, schaffen Transparenz über Ziele und machen Veränderung nachvollziehbar.

Ganzheitlich denken, nachhaltig wirken

Unsere Erfahrung aus der Beratung zeigt klar:
eProcurement funktioniert nur dann nachhaltig, wenn Strategie, Prozesse, Organisation und Technologie gemeinsam gedacht werden.

Digitale Lösungen sind ein zentraler Enabler.
Die eigentliche Wirkung entsteht jedoch durch Struktur, Klarheit und konsequente Integration in den Arbeitsalltag.

Genau hier setzen wir bei Procurion an – praxisnah, integriert und mit Blick auf die Realität im Mittelstand.

Sie planen die Digitalisierung Ihres Einkaufs oder stehen vor der Einführung eines eProcurement-Systems?

Sprechen Sie mit uns darüber, wie Digitalisierung nicht nur eingeführt, sondern wirksam umgesetzt wird.